Eine Reihe von Entwicklungen und Erkenntnissen lassen die These zu, dass wir bereits in der Wissenswirtschaft angekommen sind. So postuliert Prof. Gary Hamel (2012) „In einer Welt, in der Wissen zur Massenware geworden ist, fallen die Gewinne den Unternehmen zu, die ungewöhnliches Wissen hervorbringen“. Bereits 1973 entwickelte Daniel Bell im Rahmen seiner empirischen Studie in Harvard eine Theorie vom strukturellen Wandel hin zu einer Wissensgesellschaft.

  vorindustriell industriell nachindustriell
Wirtschaftlicher Sektor Primär Sekundär Tertiär
Wichtigste Berufsgruppen Bauer,
Bergmann,
Fischer,
ungelernter Arbeiter
angelernter Arbeiter technische und akademische Berufe, Wissensarbeiter
Technologische Grundlage Rohstoffe,
natürliche Kraft
(Wind, Wasser, Muskelkraft)
erzeugte Energie Informationen
Umwandelnde Kraft handwerkliches Können Kapital theoretisches Wissen

Schon in den 60er Jahren formulierte Gordon Moore sein „Mooresches Gesetz“, nach dem sich in der IT alle 18 Monate die Anzahl der Transistoren auf einem Chip verdoppeln. Damit zeigte Moore schon damals den Weg in eine sich beschleunigende Wissenswirtschaft auf. Die IT ist mittlerweile eine Querschnittstechnologie, die nahezu alle Wirtschaftsbereiche durchzogen hat und hoch qualifizierte Kopfarbeiter erfordert.